Neben mir liegst du. Fast wie früher. Aber doch anders. Unnahbarer. Anders eben. Ich sitze neben dir, kann nicht schlafen. Höre wie du leise und ruhig neben mir atmest. Friedlich. Siehst wunderschön aus. Ich bin glücklich, glücklich, dass mir das noch bleibt. Gleichzeitig aber auch unglücklich, dass es nicht mehr ist. Das was es einmal war. Wahr war.
Aber gleichzeitig tobt es in mir. Schwächer zwar, aber tobe tut es noch immer. Ich habe meinen Vorsatz, ein Ziel. Ja, gewiss, aber was nutzen Vorsatz und Ziel, wenn in einem etwas anderes vorherrscht. Dagegen ankämpft. Was kann man da tun? Ich will mehr, ich will weniger, mal gar nichts, mal alles. Abstand, nähe, abstand, nähe.
Wenn du nicht da bist, ist es leichter. Da kann ich fast vergessen. Die Wunden heilen und man vergisst sie langsam. Aber dann bist du da und eine unbedachte Bewegung und die gesamte Wunde ist wieder offen und nagt an einem. So geht es mir ständig. Es fehlt noch etwas. Der Abschluss, der endgültige Strich.
Ein Freund von mir sagte, dass er zum Jahreswechsel einen großen Knall erwartet hat. Irgendetwas, was unerwartet und plötzlich kommt. Aber der Knall blieb aus, Silvester und Neujahr verliefen ruhig. Den Knall hatte ich auch erwartet. Aber er blieb aus, vielleicht hätte er die Veränderung gebracht, vielleicht aber auch nicht. Mir fehlt es, das gesetzte Ende.
Du bist neben mir. Aber ich weiß nicht wie weit entfernt…





Ich habe über die Sache mit dem großen Knall noch einmal nachgedacht, und bin zu dem Entschluss gekommen, dass Silvester genau wie das komplette letzte Jahr war. Es ist nicht viel besonderes passiert (jedenfalls für mich nicht), nichts plötzliches, sondern alles kam irgendwie langsam. Dann hätte so ein großer Knall beim Jahreswechsel auch nicht gepasst.
Oder auch total…Als Einstieg für 2008. Aber wer kann schon in die Zukunft sehen? Ich nicht. Mir jedenfalls hätte er vielleicht sogar gut getan. Allerdings hatte ich auch eine Vorstellung von diesem Knall. Die aber durch gewisse Umstände, dann doch ausblieb. Man kann halt nie wissen…vielleicht war es auch gut so. Aber ich glaube, dass es anders für mich nicht schlechter ausgegangen wäre. ‘07 war zumindest gegen Ende, bis auf gewisse Ausnahmen eine Enttäuschung…