You’ve made my day

Ja, es wird Zeit sich zu trennen. Ein Jahr hat er mir treue Dienste geleistet, und würde sie mir auch noch ohne Probleme ein weiteres Jahr oder mehr leisten. Aber ich will etwas neues. Der iPod Touch hat es mir angetan.
Folglich habe ich keinen Bedarf mehr, für den iPod. Deswegen möchte ich ihn verkaufen. Er ist äußerlich und innerlich in einem Top Zustand, einzig die Ohrhörer sollte man mittlerweile wechseln. Der Akku hält mittlerweile zwar nicht mehr seine 12 Stunden, aber 6 Stunden Musik, sollte man dennoch schaffen (oder 1,5–2 Stunden Video). Akkutauschpacks gibt es aber auch schon für gut 10 €. Er hat kaum Kratzer, wie man auch gleich auf den Fotos sehen kann. Eins befindet sich hier im Beitrag, die anderen in meinem iPod Album auf Flickr.
Wer interesse besitzt, kann sich entweder in den Kommentaren oder Mail melden (claas@claaslange.de). Dort kann man über den Preis reden. Achja, das Dock Connector Kabel gibt es natürlich dazu, genau so wie einen original Apple Aufkleber.
I’m not here to judge you Nein. Nicht bewerten. Nicht urteilen. Das will ich nicht. Das kann ich nicht. Ich kann nicht, ich will nicht. Es geht nicht. Mir liegt es nicht daran, dich schlecht aussehen zu lassen. Ich beschuldige dich nicht. Kann ich nicht. Nicht heute und nicht morgen. Und auch nicht in einem Jahr. Zu viel bedeutest du mir. Zu viel hast du mir bedeutet. Und zu viel wirst du mir wohl auch in der Zukunft bedeuten.
Du kannst mich verletzen. Tödlich. Ich würde dich immer noch nicht beschuldigen. Das wäre nicht ich. Das wäre auch keine andere Strömung in mir. Das wäre zu verachten. Das wäre endgültig. Würde letzten Ende dann alles zerstören. Alles was wir uns mühsam aufgebaut haben. Ein Teil davon ist bereits eingestürzt.
Angerostet. Nie repariert. Oft angesprochen, aber irgendwas störte die Behandlung. Dieser Pfeiler fehlt nun. Der Stumpf ist noch da. Zeugt davon, dass einmal etwas war. Aber etwas zu tragen? Nein, das vermag dieser Pfeiler nicht mehr. Aber es gibt noch andere Pfeiler. Und die stehen weiterhin. Sonst würde ich nicht so fühlen, wie ich fühle. Sonst würdest du nicht das Sagen, was du sagst. Und ich will, dass das so bleibt.
Es soll bestehen. Es soll halten. Es soll tragen. Es soll das weiterhin tragen, was nun noch übrig ist. Was auch immer übrig ist. Was auch immer nicht weggebrochen ist. Ich will nicht mehr Rost aussetzen. Ich will ihn nicht befreien. Ich will pflegen. Auch wenn der erste Pfeiler fehlt. Auch wenn der Schaden irreperabel ist. Ich will die restlichen Pflegen. Ich will ihren Bestand sichern. Gegen Sturm, Wind oder alles was kommen mag. Was stören mag. Was angreifen mag. Von welcher Seite auch immer. Für diese letzten Pfeiler kämpfe ich. Werde ich immer kämpfen. Wenigstens für sie.
Das haben sie verdient…
Kälte, Trauer, Einsamkeit, Zurückgewiesen. Unerwartete Dinge. Sachen an die ich nicht geglaubt hätte. Sachen, die ich nicht von dir geglaubt hätte. Sachen, die nun eintreten. Mit voller Wucht und mit voller Härte. Sachen, von denen ich dachte, dass ich sie wohl kaum jemals aus deinem Mund hören würde. Das alles ist in mir. Also eigentlich nichts.
Kälte, eine ungewisse Leere. Traurigkeit. Trauer, die ich auch eine gewisse Art empfinde, wenn ich dich ansehe. Glück. Auch bin ich irgendwie glücklich für dich. Ich habe gesehen, was los ist. Ich habe alles gesehen. Aber trotzdem. Da ist etwas, das traurig ist. Da ist etwas, das hasst. Da ist etwas, das hasst.
Da ist soviel zu vieles. Gefühle, Empfindungen. Zwiespälte. Immer und immer wieder holen sie mich ein. Manche Worte tun weh. Manche machen glücklich. Andere verfolgen. Stunden, Sekunden, Tage. Wochen sind es noch nicht. Dafür reicht die Zeit bisher nicht.
Ich möchte nicht so sein. Es entspricht nicht mir. Oder nein. Es entspricht mir. Aber einem anderem Mir. Einem Mir, dass bis so noch nicht aufgetaucht war. Irgendwie interessant. Aber auch irgendwie beängstigend. Es sammelt sich so vieles. In mir, um mich herum, auf mir. Manchmal möchte man einbrechen. Manchmal kämpfen und sich hochreißen. Manchmal aber auch einfach nur da sitzen.
Ich kann das nicht. Ich kann nicht einfach da sitzen und das jetzt jetzt sein lassen. Ich muss nachdenken. Auch wenn es quält. Auch wenn ich die Gedanken, bereits 5 mal zuvor gedacht habe. Ich will so vieles. Aber gleichzeitig auch nicht. Ich will wehtun. Obwohl damit nichts erreicht ist. Nicht auf lange Sicht. Noch ein Widerspruch.
Aber das ist es. Das ist das, was mich momentan auszeichnet.
Widersprüche…
Ich könnte schreiben, schreien, sprudeln ohne Ende. Alles fließt aus immer. Kann nicht in mir bleiben. Sucht seinen Weg nach draußen. Bleibt hängen. Schwappt wieder zurück. Verdrängt Platz und bringt alles eben so schön gedachte, wieder komplett durcheinander. Es ist zum verzweifeln, aber auch zum freuen. Es läuft wieder. Die Texte kommen. Ohne Unterlass. Die Zeit ist ebenfalls da. Nichts was drängt. Eine Woche Pause, eine Woche Abstand. Eine Woche nichts tun. Anstatt von 8 wöchentlichen Terminen nur zwei. Zwei. Für manche noch viel. Aber ich genieße die Ruhe.
Auch wenn die Ruhe mich wieder zum nachdenken bringt. Alles wankt, ich nicht genau weiß, was ich will, wohin ich will, mit wem, wann, wo. Alles unklar. Manchmal. Aber dann auch wieder glasklar. Genau Jetzt. Jetzt ist der Moment, jetzt will ich das. Und dann? 10 Minuten später, bin ich wieder beim alten. Gedanken, die sich meterhoch schichten und alles einnehmen. Gedanken die sich formulieren. Gedanken die ich so schreiben könnte. Aber auch ganz andere. Solche die ich nicht schreiben könnte, weil niemand sie verstehen würde. Nicht einmal ich selbst. Solche die ich nicht schreiben könnte, weil sie niemanden etwas angehen. Ruhe finden.
Darüber habe ich heute noch gesprochen. Einfach da sitzen, das jetzt jetzt sein lassen und das morgen morgen. Genau so, wie das Gestern, geschehen ist, wird auch das Morgen irgendwann letzte Woche sein. Wer weiß was ich in dem Moment tue. Vielleicht lachen. Weil es lächerlich ist. Vielleicht trauern. Aber Wahrscheinlich werde ich schlafen. Rasten. Das was ich nicht kann, wenn ich wach bin. Da lauern überall Fragen. Links und Rechts.
An den Seiten, den Seiten zwischen denen ich pendle. Manchmal reicht ein Wort. Manchmal ein bestimmter Blick. Und meine Person dreht sich. Die Stimmung alles. Freundliches wird böse. Böses wird nett. Gedanken kommen auf. Gedanken, die mir normalerweise nicht kommen. Oder die ich sonst nicht wahrnehme. Komische Gedanken. Und ein anderes Wort fällt und alles dreht sich wieder. Um 180°. Oder auch um 360°. Wieder am Anfang. Einmal gedreht, einmal was anderes gesehen, einmal anders gefühlt und doch wieder beim alten angekommen.
Seltsam. Seltsam reflektiert, kann ich mich betrachten. Ich spiele Sachen durch. Bemerke Sachen. Aber nicht, weil ich unsicher bin. Nein, weil ich die Neutralität genieße. Einfach mal schauen. Von außen. Zurück schauen. Was war. Jetzt schauen. Was ist. Und einen Blick, nein einen Gedanken nach vorne werfen. Was sein wird. Aber da ist nicht viel außer Nebel. Die Gedanken ordnen sich mit der Zeit. Die Vergangenheit liegt klar.
Ich weiß, was ich getan habe. Du weißt, was du getan hast. Aber wir beide wissen nicht wieso. Wir wissen was passierte. Wir kennen aber keine Grund. Nicht die ursprünglichen. Nicht die Veränderungen. Das was anders war. Das was uns entfernte, aber auch näher brachte. Wir wissen es nicht. Ich weiß es nicht. Was war. Ja. Da war etwas. Ich weiß. Aber ich kann nicht sagen wieso. Ich frage mich wieso. Du vielleicht auch. Ich weiß nicht, wieso wir es so weggeworfen haben. Ich weiß überhaupt nichts. Nichts auf der Meta Ebene.
Die Reflektion ist da. Bei mir, bei dir. Die Fehler sind klar. Aber nicht das warum. Vielleicht stimmt es. Nicht mit aber auch nicht ohne. Da hält etwas. Etwas das nicht loslassen kann. Oder was auch immer. Es sind diese Gründe die einen quälen.
Niemand hat schuld. Oder alle. Aber niemand alleine. Das geht nicht. Und trotzdem. Ich bin gespalten. Ich weiß darum, aber dann doch nicht. Ich sehe mich schuldig. Ich sehe dich schuldig. Und doch weiß ich, dass es das nicht gibt. Kein Gutes und kein Böses. Kein Weiß, kein Schwarz, kein Schuldig und kein Unschuldig. Es gibt nur Grau. Nebel. Verwischend.
Es ist der Nebel, der mich fest hält. Es ist der Nebel, der mich gefangen hält. Es ist das Unwissen. Die Ohnmacht. Es ist das, was mich antreibt. Das hier zu schreiben. Das alles zu tun. Ich weiß nicht ein, ich weiß nicht aus. Ich hänge fest. Es fehlt etwas. Klarheit. Reinheit. Reinheit der Gedanken. Momentan ist da nur milchiges. Widersprüchliches, das sich ineinander verwebt. Ich will schreien, aber mir versagt die Stimme. Ich will flüstern, aber auf einmal brülle ich. Die Kontrolle. Sie fehlt komplett. Oder teilweise? Ich bin hin und her gerissen. In sich unsicher. Ein Zustand, den ich nicht kenne. Nicht auf diese Weise.
Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt Das sind weise Worte, aber helfen vermögen sie nicht. Es kommt irgendwie. Aber ich kann nicht sagen, ob es anders ist. Es ist ein durcheinander. Es ist ein nicht wissen, was man will. Schwach, stark. Sicher, unsicher. Tausende von Gegensätzen, die sich in einer Form manifestieren. Die nach draußen wollen.
Ⅰ think I’m at the edge now but Ⅰ could be wrong Ich könnte falsch liegen, muss aber nicht. Es ist zum Verzweifeln. Andererseits hab ich auch Hoffnung. Es ist gespalten. Alles. Mal dies, mal das. Je nach Situation eine andere Sichtweise. Je nach Situation anderes Verhalten, anderes Denken, anderes Reagieren. Anderes agieren.
Viele Worte, die viel sagen könnten. Aber letz endlich sagen sie doch nur eins.
Was will ich denken?
Angst, Zweifel, Unwissenheit. Schrecklich. Handlungsunfähig. Gelähmt. Nicht zu wissen was man tun soll. Einfach zum abwarten verdammt. Tausende Ideen. Szenarien, die sich aufbauen, zerfallen, und wieder neu beginnen. Tausende Ideen, was zu tun. Aber gleichzeitig Angst vor den Konsequenzen. Man will nicht wehtun. Nicht schaden. Leidet selber. Und ist zum passiven gezwungen.
Ablenkung. Ja. Aber nicht lange. Irgendwann kommt das Thema zurück. Irgendwann schon. Wieder das zweifeln. Was ist los? Wieso kommt keine Regung. Keine Reaktion. Absolut nichts? Alles in Ordnung? Probleme? Vergesslichkeit? Was bedeutet das? Ich weiß es nicht. Es macht mich fertig.
Was soll ich bloß tun?
Ich kann vieles schreiben. Ich kann improvisieren. Geschrieben und auch gesprochen. Ablesen kann ich dafür nicht. Aber damit mein Improvisieren funktioniert, brauch ich einen Tunnel. Jedenfalls nenne ich das so. Gelange ich in diesen Schreibtunnel dann sprudelt es nur aus mir heraus. Ideen ohne Ende, alles passt. Der Text, worum auch immer es gehen mag, sprudelt nur so von alleine.
Tunnel. Das klingt jetzt sehr gerad linieg. Tunnelblick. Ähnliches Wort. Konzentration. Konzentration auf den Text. Aber eine andere Art von Konzentration. Keine Konzentration, die Ruhe braucht. Ruhe, die normalerweise Ruhe entstehen lässt. Das brauche ich nicht. Der Tunnel braucht keine bestimmte Umwelt. Er kann überall entstehen. Uhrzeit, Datum, Tag, Nacht. Alles egal. Wenn er da ist, dann ist er da.
So wie jetzt. Es ist gerade 01:50 Uhr. Nachts. Und ich bin auf dem 50. Geburtstag meines Vaters. Laute Musik. Menschen, die tanzen. Es ist fast verstörend zu sehen, wie die Menschen, die fast ausnahmslos um die 50 Jahre alt sind, zu den Hits ihrer Jugend tanzen. I’m on the highway to hell.
Trotzdem. Es funktioniert. Ich bin im Tunnel. Es gibt zwar kein echtes Ziel für diesen Text, aber trotzdem. Es funktioniert. Es fließt und es macht Sinn. Natürlich, es gibt Abstufungen. Texte, die mehr Sinn machen auch. Aber trotzdem. Funktioniert. Auch kommt manchmal nur Müll bei raus. Aber den behalte ich dann für mich.
Doch der echte Tunnel des Schreibens ist das gerade nicht. Irgendwas fehlt noch. Es wird einfach das besondere Ziel sein. Zurück. Ruhe, Konzentration, Gefühle. Ja auch Gefühle können mich in den Tunnel bringen. Wut, oder Ohnmacht. Es beginnt dann in mir zu sprudeln. Und alles möchte aus mir hinaus. Alles schreibt sich dann praktisch wie von alleine. Allerdings kann es auch falsch laufen. Zu hart werden. Das passierte mir erst kürzlich. Den Artikel muss ich erst noch entschärfen. Aber wirklich will ich das nicht.
Aber es müssen nicht Gefühle sein. Auch auf ganz andere Art geht es. Bei einer Interpretation zum Beispiel. Ich brauche einfach nur den Grundimpuls. Der Rest ist nicht mehr schwer. Das läuft. Einfach und ohne Probleme. Wie in einer der letzten Arbeiten zum Beispiel.
Aber hier beginnt das Problem. Ich selber weiß nicht, was mir einen Grundimpuls gibt. Ich kann es nicht beeinflussen. Ich brauche den Eingang. Und bin glücklich, wenn ich gefunden habe. Zwar nicht ewig. Aber in diesem Moment geht es mir gut.
Ab sofort der Artikel auch in der Originalfassung, geschrieben auf einer Tischkarte:
Teil 1 (jpg, 2,5 MB)
Teil 2 (jpg, 2,5 MB)
Alles spielt verrückt. Dreht sich, fliegt im Kreis, hat kein oben, kein unten. Ist nicht begrenzt. Kein Anfang, kein Ende. Ist nicht da, aber fehlt auch nicht. Ist einfach nicht spürbar. Aber dennoch anwesend.
Es ist verwirrend. Man weiß nicht was man tun soll. Kein vor, kein zurück. Fragen zu tausenden, die Antwort gibt es nirgends. Man ist irgendwie passiv, sollte man doch aber aktiv sein. Schaut sich um, sieht nur Leere, keine Antworten, wieso auch? Die Frage ist eh verschwunden. Es wühlt auf, aber gleichzeitig ist man ruhig. Fast zu ruhig. Helfen tut es zwar, aber dennoch stört es. Verwundert einen. Aber ist doch fast logisch. Analytisch, aber gefühlsverloren, kein rechter Sinn, kein Verstand.
Ratlos, rastlos, beruhigt, nicht beruhigt. Achterbahn. Einsteigen in die wilde Fahrt. Hoch und runter, Tief’s und Hoch’s, abwechselnd auch gepaart. Immer anders aber vertraut. Loopings. Es bewegt sich vorwärts, aber trotzdem steht es. Stunden werden zu Sekunden und Zehntelsekunden zu wahren Ewigkeiten. Manchmal steht alles. Genau so wie eine einzige Frage steht. Nicht greifbar. Unerreichbar. Man spürt sie, spricht sie nicht aus, denkt sie nicht. Kann man nicht. Angst, Hilflosigkeit. Alles einfach alles. Eben Ordnung, leichtes Wackeln, dann zertrümmert und doch zwischendurch wieder ganz. Vollkommen komplett. Aber nur kurz, dann liegt es wieder in Scherben. Manchmal möchte man schreien. Manchmal schweigen. Manchmal würde man gern wissen, was man denn will. Oder ob man das überhaupt will. Das wissen zu wollen, was man will.
Einfach ungeordnet. Kein Sinn, kein Verstand. Den gibt es nicht. Nicht greifbar. Nicht in der Achterbahn. Viel zu wild das alles. Man müsste draußen stehen. Von dort wirkt es erhaben. Gelingt aber nicht lange. Nur allzuschnell ist man wieder Teilnehmer. Wird umhergerissen von all den Wirrungen. Der Aufstieg war toll, die ersten Kurven spannend, aber irgendwann wird es immer wilder. Gelingt es anfangs noch leicht das ganze zu betrachten. Abstand zu nehmen von seiner wilden Fahrt, wird das später immer schwerer. Man fällt zurück, bekommt zurück. Aber keine Sicherung empfängt einen. Nein die Sitze sind knallhart und bereits in der nächsten Kurve fehlt der Überblick. Nicht nur über das aktuelle. Nein auch über die Vergangenheit. Man vergisst Vieles. Erst wenn die Kurve ein zweites Mal auftaucht. Nicht dieselbe. Eine andere. Aber eine ähnliche, kündigt sich an, ist vorraussehbar, aber man macht den Fehler wieder. Erst hinter dem Scheitelpunkt, da schafft man sich zu lösen. Den Überblick zu bekommen. Aber nur Kurz. Zu kurz. Und vorallem zu spät. Zu spät um abzubremsen, man fährt mit voller Wucht in die Kurve. Man kann sie nicht ändern. Die Strecke vor einem ist immer nur kurz zu sehen.
Nebel. Zäh. Ja, nebelig, das ist die Fahrt. Man sieht nicht weit, man sieht Schemen, man sieht Formen. Man sagt sich, das kennst du. Du weißt nur nicht woher. Man kann es auch nicht sicher sagen. Nur die Ahnung bleibt. Erfahrungen. Helfen, summieren sich, bringen Entscheidungen. Die aber nicht stimmen müssen. Nicht immer und nicht für immer, Die Quote liegt nicht schlecht. Kann man sich absichern? Man ahnt es geht nach links, instinktiv. Instinkte. Lassen einen Entscheidungen treffen. Die nicht stimmen müssen. Trotzdem, man scheint sich sicher. Und dann nicht links, nein rechts. Wieder überrumpelt. Nichts gelernt aus dem Streckenverlauf. Absolut Nichts. Hinterher, ja hinterher weiß man es. Nur nützt es da nichts mehr.
Brüche. So entstehen sie, Brüche heilen, aber Narben bleiben. Schmerzen können bleiben. Nebel kann bleiben. Blau, schwarz, grau oder gelb. Suppe einfach Suppe. Die Schmerzen sind da. Und sie nagen. Woran auch immer. Nebel führt nicht zu Vergessen. Nebel spiegelt. Tausendfach verstärkt. Helfen tut er trotzdem nicht. Reflektion seiner selbst. Positiv, aber nicht wenn man nicht weiter weiß. Nicht weiß wohin womit auch immer. Wenn es fehlt. Wenn sie fehlt. Das Ventil. Die Erlösung.
Die Führer waren einmal. Sie führen einen nicht mehr durch die Strecke. Noch ist der Wagen kantig. Aber das stößt sich ab. Und zwar genau jetzt. Man lernt, aber wie man lernt, so vergisst man auch alles. Bis der Aufprall kommt. Da folgt die Erkenntnis. Und da sind auch die Führer, aber nun nur im Nachhinein. Bestärken einen, dass man dumm war, dass man einen Fehler gemacht hat. Mehr tun sie nicht. Mehr könnten sie auch nicht mehr tun. Dürften sie nicht, wollen sie vielleicht, bleiben aber trotz allem chancenlos. Sie sind ehrlich, manchmal zu ehrlich.
Manche Dinge möchte man vielleicht nicht erfahren, andere dann doch. Aber die Entscheidung hat man nicht. Man muss sich vorher entscheiden. Fragen oder nicht. Zuhören oder nicht. Man kann schweigen, und alles laufen lassen. Aber das führt zu Zweifeln. An sich selbst, an dem Weg oder ob einem nicht etwas entgeht. Also fragt man, ohne dass man auch nur die geringste Ahnung von den Folgen, den Konsequenzen hat. Neugierde. Wird bestraft oder belohnt. Nur weiß man das nicht vorher. Und wenn es erstmal soweit ist, dann ist es im Grunde zu spät. Keine Wahl, Augen zu und durch. Verpasst die rettende Ausfahrt. Augen auf? Zerstört einen vielleicht selber. Nichts nichts wäre eine Alternative. Aber eine sinnlose. Weglaufen nein weglaufen hilft nicht. Verfolger gibt es immer und vor diesen kann man nicht entfliehen.
Seine eigene Stimme, wenn man diese nutzt, dann hilft man sich. Aber anderen vielleicht nicht. Und was soll man tun, die eigene Stimme kennt nur eine Richtung. Aber wenn die Verfolger Bekannte sind? Wenn man sie mag? Sogar liebt? Was zählt dann mehr, ihre Stimme oder die Eigene? Sich opfern? Ja. Kann man. Aber das verwirrt. Zumindest einen selbst. Aber was bedeutet dieses Opfer schon? Wieder einen anderen Wagen aufs gerade Gleis geschickt. Mit Glück kommt ein anderer und verfährt genau so mit dir. Vielleicht.
Vielleicht aber muss man sich selber helfen. Die eigene Stimme verwirrt möglicherweise. Total oder auch nicht. Egal, man muss sie freibekommen. Sie ist der Leiter, sie ist der neue Führer, sie sorgt für alles aber auch für nichts. Sie kann dich lenken, lernt in Kurven oder wenn man anderen in Kurven hilft. Aber oft ist sie getrübt. So wie jetzt. Man merkt es ihr an. Man kann schreiben, schreien, weinen, lachen, prügeln, laufen. Alles. Alles kann Linderung verschaffen. Muss es aber nicht, oder nicht lange. Kann. Es gibt kein Sicher, es gibt tausende, abertausende, wenn nicht billionen von Möglichkeiten mit einer Situation umzugehen. Man wählt nicht immer die Richtige. Dann zittert die Bahn und die Begrenzung kommt bedrohlich nahe. Und wieder eine Kante weniger.
Abgeschliffen. Eine Erfahrung klüger. Aber helfen tut das auch nicht. Den in der nächsten Geraden fehlt diese Kante zwar noch, aber man vergisst das Wieso. Man verdrängt. Die Ruhe, sie ist so viel angenehmer. Man verschwendet nicht Zeit an verlorene Kanten, nicht wenn man noch immer genügend davon hat. Und sie bleiben bestehen. Es braucht lange alle Kanten auszuräumen, manche bleiben immer bestehen. Was sind Kanten? Eigenschaften? Und was passiert beim Abschleifen? Verschwinden sie? Oder kommen sie zurück? Scheinbar ist das der Fall. Sie kommen immer wieder. Sie zeichnen einen aus. Und sie können wehtun. Sich selber, anderen. Aber sie können etwas bewegen. Bei anderen, Sympathie und Antipathie. Können schwanken, können extrem sein.
Aber was ist Antipathie? Was bedeutet das? Das Gegenteil von Sympathie. Sympathie meint ein gutes Verhältnis. Also ist Antipathie trotzdem Verbundenheit. Irgendwie. Zacken und Kanten müssen zusammen passen. Tun sie das, kann es alles geben. Sogar gleichzeitig. Sagt mir meine innere Stimme. Erfahrungen aus alten Kurven. Sie tun weh, aber waren dennoch gut. Es braucht Zacken. Aber es braucht auch Leute, die die Zacken akzeptieren. Nicht immer, nicht alle, aber sie werden akzeptiert. Sie sehen sie, fühlen sie, aber dennoch mögen sie sie. Oder auch nicht. Einzelne Zacken. Der Fahrer steht für jede Kante seines Wagens. Aber nie eine Kante alleine für ihren Fahrer.
Das Ventil zu finden ist nicht immer leicht. Aber selbst wenn man es findet, ordnet sich nicht alles. Verwechselt man trotzdem noch oben und unten, rechts und links. Oder noch ganz andere Sachen.
So wie jetzt…
hätts auch nicht mehr gebraucht…






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