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„Das wars” Teil Ⅱ

Sie würde es allen zeigen. Ja sie würden sich wundern, sie würde alle schocken. Etwas was nie jemand erwartet hätte. Sie würde sie in Trauer stürzen.

Was wäre das peinlich. Vor allem für ihre Eltern. Mit ihrem kleinen Spießerschrebergarten. Ihren Gartenzwergen. Ihrer ach so feinen Welt. Sie würde sie erschüttern.

Suizid.

Aber wie, wie konnte sie es tun, es inszenieren.

Da stand sie vor dem Waschbecken. Nicht traurig wie sonst. Befreit, ja fast glücklich. Die Rasierklinge in der Hand. Schon an der Pulsader angesetzt.

Nein so nicht. Wenn sie etwas mitbekämmen, bevor es zu spät wäre. Nein viel zu unsicher. Aber was sonst. Erhängen? Nein, zu langsam und zu qualvoll. Tabletten. Sicherlich, stilvoll, aber Schocker? Nein es musste etwas größeres sein. Sich mitten auf dem Marktplatz erschießen. Ja das wäre etwas. Aber sie hatte keine Waffe.

Etwas großes. Groß, hoch, weit zu sehen. Ein Schocker. Ja das war es. Sie würde springen. Springen aber wovon. Nein von keiner Brücke. Von einem Haus. Ja genau sie wusste eines. Und es war weit genug weg. Ja ihre Eltern würden sich Sorgen machen wo sie sei. Und dann würde der Zusammenbruch gekommen, der Schock würde sie treffen, oh ja, gleich morgen Vormittag. Genau wenn sie nicht in der Schule sein würde. Ihre Eltern würden es erfahren. Nicht wissen wo sie sie.

So schlief sie ein. Zum ersten mal seit Monaten ruhig und ohne Sorgen.

1 Kommentar zu “„Das wars” Teil Ⅱ”


  1. Gravatar Icon 1 Sören Dec 11th, 2006 um 20:58 Uhr

    mag ich ;)

    Selbstmord kann auch ein Happy End sein.

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