Hatte ich zu machen. Hab ich auch. Eine Rede sollten wir schreiben. In Deutsch. Da macht man so was. Aber nicht nur das. Humorvoll sollte sie auch sein. Gerne auch Ironisch. Das Thema? Unterschiedlich. Es wurde gelost. Und ich bekam die 6. Stunde. Als Thema, nicht als Strafe. Wie dem auch sei. Ich habe die Rede gemacht. Und werde sie hier auch zeigen.
Liebe Klasse,
ich stehe heute hier vor euch, weil ich es will. Ich will hier genau so gerne sein, wie ich das Thema, von dem ich euch erzähle, liebe. Glaubt mir, ich verehre es regelrecht. Und ich glaube, dass ihr es auch alle sehr sehr gern habt. Aber wovon ist überhaupt die Rede? Wovon soll ich euch erzählen? Von der 6. Stunde. Dieser wunderschönen Erfindung des noch schöneren Schulwesens. Ich will euch erzählen, wozu diese Stunde geschaffen wurde. Aber ich will euch auch sagen, wie ihr am besten mit ihr umgehen könnt. Damit wären wir auch schon beim eigentlichen Thema dieser Rede: Wieso gibt es überhaupt eine 6. Stunde? Natürlich denkt ihr jetzt, dass diese Frage einfach zu beantworten ist. Auf den ersten Blick sieht es auch so aus. Man denkt zunächst einmal, dass es überhaupt nichts Besonderes an dieser Stunde gibt. Sie ist meistens nur einfach die letzte Stunde. Punkt, das ist schon das einzig Besondere an ihr. Aber nein, so einfach ist das Ganze nicht. Nein, die 6. Stunde ist nicht wie jede andere. Natürlich auch in ihr findet Unterricht statt, darin liegt der Unterschied auf keinen Fall. Nein der Unterschied liegt nicht im Unterricht selbst. Die 6. Stunde hatte von Anfang an nur einen Grund, sie sollte die Schüler quälen. Ja, das klingt banal, aber es ist wahr. Und Beweise gibt es auch, denn in keiner anderen Stunde, ist man so geschafft, so angespannt und so wenig in der Lage, Lehrstoff aufzunehmen. Es gibt einfach keine vergleichbare Stunde. Die letzte Pause liegt weit zurück und vor einem liegt die Freizeit. Alles was einen davon abhält ist der Lehrer, der sich einen Spaß daraus, macht uns arme Schüler zu quälen.
Aber wir können uns wehren. Auch wenn ihr es nicht glaubt, es geht. Wenn wir uns nicht quälen lassen, verliert der Lehrer seinen Spaß. Und wenn wir dann noch weiter gehen, kann es passieren, dass der Lehrer nicht nur seinen Spaß verliert, sondern dass wir ihn sogar selber quälen können. Und wie? Es ist ganz einfach. Der Lehrer will uns dadurch quälen, dass wir mitarbeiten sollen, trotz der untragbaren Lage. Wir können einfach keine Leistung mehr bringen. Und genau das ist es, was wir tun. Wir verweigern die Leistung. Einfacher und vor allem effizienter können wir den Lehrer nicht quälen. Man wird einfach zu einer zähen Masse, die auf keine Signale reagiert. Denn was könnte anstrengender sein, als einer Masse von Wackelpudding die Funktion einer Sinuskurve erklären zu müssen? Oder einem Schlafsaal die Definition der Stromstärke zu erläutern (ihr erinnert euch, der eigentlich nicht vorhandene Leiter im Vakuum?). Richtig, nichts.
Ich will euch jetzt auch nicht mehr weiter quälen, denn ich bin kein Lehrer und die 6. Stunde haben wir auch noch nicht. In diesem Sinne: Schlaft schön!
Ach ja, Sabrina wollte auch eine schreiben.





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