das habe ich erst letztens gemerkt. 10 Minuten, 700 Wörter Text. Der Text war hart. Zu hart, als dass man ihn veröffentlichen könnte. Überarbeitung. Zeitliche Verschiebung. Das sind Tricks mit denen ich die ganze Geschichte entschärfen könnte. Aber andererseits.
Ist es nicht gerade die Schärfe, die einem Text die gewisse Brise gibt. Die vielleicht zu Veränderungen anregt. Tun wir lasche Kritik nicht gerne ab. Reagiert man nicht erst viel zu spät? Nämlich dann wenn die warnenden oder teils auch harschen Stimmen schon so laut sind, das das ursprüngliche Thema längst geschehen ist.
Oder hilft einem nicht Schärfe manchmal, Sachen endlich zu sagen. Vielleicht hofft man, dass man seine Sache so hart vorbringen kann, dass das gegenüber gar keine Chance zu einer Antwort hat, weil es schlicht weg überrumpelt wurde? Dient Schärfe nicht manchmal dazu?
Und wieso schreibe ich diesen Text überhaupt? Die ursprüngliche Wut ist verraucht. Da ist Resignation an diese Stelle getreten. Vielleicht liegt es auch daran, dass meine Meinung auch von höherer Stelle geteilt wird. Immerhin hatten diese Menschen Ahnung. Und wenn sie dieser Meinung sind, dann wird da schon etwas wahres hinter stehen. Dass dieses Urteil nicht 100%ig stimmen muss, erklärt sich von selbst. Aber trotzdem. Tendenzen zeigt es alle mal auf.
Verraucht. Komisches Wort. Verraucht. Da denke ich zunächst eher an Nebel. An Unklarheit. Aber nicht an etwas Verschwundenes. Sprache eben. Jedem das seine. Verschwunden scheint diese Wut doch nicht. Dafür empfand ich bei den letzten Zeilen zu viel Genugtuung. Gefühle. Unergründlich, wie die Sprache.
Unergründlich. Passt. Auf mich und mein Zeitgefühl heute. Jedenfalls, dass was meint da zu sein. Ich spür da nämlich nur vollkommene Verwirrung. Überhaupt. Ich war schon beim Aufwachen verwirrt. Keine Ahnung was da war. Ein Gefühl von Leere? Nein. Unsicherheit, eher. Verwirrung vielleicht. Die Leere kam noch. Ich weiß abermals nicht wann. Sie war da heute. Aber so ganz ohne Gefühl für die Zeit. Schwer zu sagen.
Generell ist es Unsinn, das was ich hier gerade von mir gebe. Vollkommen. Ungeordnete Gedanken. Ohne rechten Sinn. Ohne Zusammenhang. Und doch sind sie vorhanden. Diese Gedanke. Die ich normalerweise nicht einmal in ein Notizbuch schreiben würde. Doch eines bin ich mir Sicher. Wenn ich diese Gedanken nicht jetzt öffentlich mache. Dann tu ich es niemals. Und vielleicht sind sie mir einmal wichtig. Weiß ich aber noch nicht. Lieber einmal tun. Weiterschreiben kann ich später.





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